Gemeinschaftspraxis
Angelika Susewind
Angela Baumeister

Hauptstrasse 16
97218 Gerbrunn
Fon 0931/3049612



Privatpraxis
Angelika Susewind

Auf der Schanz 52a
97076 Würzburg
Fon/Fax 0931/2707544

Leitbild & Qualität

Unser Leitbild: wie wir unsere Rolle und unsere Arbeit verstehen

  1. 84 Jede Psychotherapie wirkt nach unserem Verständnis in und durch die Aufnahme einer Beziehung und die Gestaltung eines therapeutischen Beziehungsraumes (vgl. hierzu auch die Vorstellung der "Beziehungsräume" auf der Startseite). Patienten sollen ihr Vertrauen ebenso in unsere fachliche wie in unsere menschliche Kompetenz setzen können; hinter allem Wissen und Können sind sie auf unser Interesse als Person angewiesen.
  2. Daraus folgt: wir behandeln nicht Symptome und Krankheiten, sondern wir behandeln Menschen in Situationen der Krise bzw. mit ihrer jeweiligen Erkrankung; Ausgangspunkt ist dabei das Bemühen um Verständnis für das je eigene subjektive Empfinden und Erleben der Betroffenen. Vor allem anderen respektieren wir, daß sie als Subjekt, also im Erleben und in der Verantwortung für sich selbst unverfügbar frei sind; der Respekt vor dem je eigenen Wesen und je eigenen Selbstverantwortung unserer Patienten fordert in einem therapeutischen Rahmen, ihnen in eigener Freiheit als Gegenüber zu begegnen.
  3. Wir gehen davon aus, daß jeder Mensch, der sich uns anvertraut, etwas Unverwechselbares und Kostbares in die Behandlung mitbringt: das je eigene Leben, vitale Lebenskraft, Wünsche und Interessen, auch Scheitern, Schwäche und Schuld. Dabei bleibt das Ganze eines Lebensweges immer geheimnisvoll verborgen; das gilt besonders für Kränkungen, Krankheiten und Konflikte, die die Betroffenen herausfordern. Aus dieser Herausforderung bezieht die Behandlung ihre Dynamik und ihr Ziel: wir greifen die Fragen nach Sinn, Einstellungen oder Verhalten auf, die sich unseren Patienten in einer kritischen Lage stellen und geben ihnen Resonanz und Raum.
  4. Das wichtigste in einem therapeutischen Gespräch ist weder planbar noch standardisierbar. Der spontane Gesprächsverlauf bedarf wohl steter Reflexion; dazu bemühen wir uns jeweils um eine bestmögliche Achtsamkeit und Transparenz für unsere Aufgabe bzw. Rolle. Standardisierte Programme und Manuale können dafür immer nur Anhaltspunkte geben. Weil das freie und kreative Gespräch, das nicht wiederholbar ist, in besonderer Weise personale Präsenz schafft, ziehen wir es Therapiemanualen vor.
  5. Wenn sich ein unbedingter Raum der Begegnung öffnen soll, setzt das verlässliche und klare Rahmenbedingungen voraus. Die bewußten und unbewußten Erwartungen meiner Patienten nehmen wir besonders zum Anlaß, unsere eigene jeweilige Rolle und Aufgabe immer wieder zu differenzieren. Durch dieses professionelle Engagement erweitern wir unser Verständnis für die Konflikte unserer Patienten; dadurch entwickeln sich aus den Begegnungen mit ihnen therapeutische Beziehungen. Die Voraussetzungen dazu so zu schaffen, wie sie etwa in den Berufsordnungen der Psychotherapeutenkammern festgelegt sind, liegt in unserer professionellen Verantwortung als Therapeutinnen. Therapeutische Methoden, Interventionen und Therapievereinbarungen haben den Zweck, diesen Rahmen herzustellen und zu sichern.
  6. Der Beziehungsrahmen muss vor allem sicherstellen, daß wir uns als Therapeutinnen unseren Patienten widmen können und nicht umgekehrt: daß also das Anliegen und die Bedürfnislage unserer Patienten den Fokus der Behandlung bestimmen und wir als Therapeutinnen in unserer fachlichen Rolle dem dienen können. Der Rahmen, den wir anbieten, soll den Beziehungsraum der Behandlung auch von fremden Interessen und Wertungen freihalten, damit sich die phänomenologische Dynamik vertrauensvoller Begegnung entfalten kann. Auch deshalb behandeln wir die Angelegenheiten unserer Patienten streng vertraulich.

Wie iwir die Qualität unseres beruflichen Engagements verstehen, begründen und fördern

  1. 85 Die Qualität therapeutischer Arbeit ist daher in ihrem jeweiligen kreativen Kern nicht wirklich darstellbar; beschreiben kann man aber gut die Qualität der Voraussetzungen und der Rahmenbedingungen. Maßnahmen des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung beziehen wir daher sinnvollerweise auf diese Faktoren.
  2. Hier unterscheiden wir zwischen gesetzlichen Qualitätsstandards, die die beschriebenen Erfordernisse jedes Therapieprozesses geltend machen, und bürokratischen Auflagen. Für den jeweiligen therapeutischen Prozeß streben wir ein Optimum an, für die Bürokratie versuchen wir den Mindestanforderungen zu genügen.
  3. Als Maßnahmen der Qualitätssicherung sind regelmäßige Supervision und Fortbildung für uns selbstverständlich. Sie dienen neben der Erweiterung des fachlichen Wissens der Verfeinerung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit und der Förderung der Kreativität.
  4. Für die Anpassung und Verfeinerung der Abläufe, die die Voraussetzungen für unsere Behandlungen darstellen und sichern, lehnen wir uns an das Qualitätsmanagementsystem QEP (Qualitätsentwicklung in Praxen) an.