Gemeinschaftspraxis
Angelika Susewind
Angela Baumeister

Hauptstrasse 16
97218 Gerbrunn
Fon 0931/3049612



Privatpraxis
Angelika Susewind

Auf der Schanz 52a
97076 Würzburg
Fon/Fax 0931/2707544

Unsere Arbeit

Als Psychotherapeutinnen behandeln wir beide nach den Grundsätzen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie; dieses Verfahren können wir mit den Krankenkassen abrechnen. Angelika Susewind bezieht als weitere Ansätze Gestalt- und Integrative Therapie mit ein und arbeitet außerdem therapeutisch mit Paaren sowie als Supervisorin.

Psychotherapie

49 Im Laufe eines Lebens können sich aus ungünstigen Lebensumständen oder schädigenden Einflüssen der Erziehung, durch Streß, gesellschaftliche Zwänge oder Schicksalsschläge vielfache Schwierigkeiten einstellen. Werden diese gelöst und überwunden, kann ein Mensch Selbstsicherheit gewinnen und zu einer Persönlichkeit heranwachsen. Bleiben andererseits Konflikte über längere Zeit ungelöst, kann das seelische oder körperliche Störungen zur Folge haben, die der Behandlung bedürfen. Beziehungen können zerrütten und scheitern. Menschen können an Ängsten leiden, vereinsamen, sich in chronischer Niedergeschlagenheit oder Depression enttäuscht und entmutigt fühlen und in eine Sucht oder in Gewalt abgleiten. In vielen Fällen kann dann eine gezielte und anteilnehmende Begleitung, wie sie eine Psychotherapie bereitstellt, die Betroffenen dabei unterstützen, wieder Zutrauen und Ausgeglichenheit zu finden oder auch den Mut für notwendige Entscheidungen und Veränderungen in ihrem Leben zu fassen.

Jedes Verfahren der Psychotherapie setzt die aktive Mitarbeit des/der betroffenen Patienten/in voraus. Er/sie sollte bereit und in der Lage sein, sich selbst in seiner Lebenshaltung zu prüfen und wenigstens ahnungsweise auch zu erkennen, daß die Schwierigkeiten, mit denen er/sie sich auseinanderzusetzen hat, mit Fragen der eigenen Person und Lebensgeschichte im Zusammenhang stehen.       nach oben...

 

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

stützt sich auf theoretische Modelle darüber, welche seelischen Entwicklungen in der Lebensgeschichte dazu beitragen, daß Menschen ihr Leben eigenverantwortlich und bewußt führen können. Nach diesen Annahmen kommt es darauf an, daß man sich in seiner Entwicklung verstehen lernt und sich ein realistisches und zusammenhängendes Bild von dem eigenen Ort im Kontext der jeweiligen Lebenswelt zu erarbeiten. Dies geschieht - vor allem in Reifungskrisen - dadurch, daß prägende Lebenserfahrungen verarbeitet werden und sich die Potentiale und Muster des Verhaltens eines Menschen dadurch erweitern und verfeinern. Dieser Prozeß kann durch ungünstige oder überfordernde Lebensumstände beeinträchtigt werden, so daß sich aus nicht bewußten Konflikten, die bestehen bleiben, Einengungen, Fehlanpassungen in Wahrnehmung und Empfindung oder Symptombildungen ergeben können. Besonders können traumatische Erfahrungen Menschen mit Ängsten überfluten, die viele Jahre nachwirken und einer Behandlung bedürfen. In der Praxis tiefenpsychologisch fundierter Therapie sollen deshalb die immer wieder akut bedrängenden Erfahrungen im Rahmen einer therapeutischen Beziehung in ihren Bedeutungen neu wahr genommen und im Gespräch verarbeitet werden.

Dieser Ansatz der Psychotherapie wird zur Abrechnung von allen Krankenkassen anerkannt.      nach oben...

 

Gestalttherapie

50 gehört als Verfahren zu der großen Gruppe der "Humanistischen Psychotherapien", die sich - vorwiegend auf tiefenpsychologischem Nährboden, aber mit anderen methodischen Akzenten - seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts in Amerika entwickelt haben und inzwischen überall und in vielerlei Variationen Eingang in die therapeutische Praxis gefunden haben . In ihrer klassischen Form kam es der Gestalttherapie vor allem darauf an, daß Menschen im Hier und Jetzt der therapeutischen Situation neue prägende Erfahrungen machen konnten, die eine angemessene Neuorientierung ihrer Lebenseinstellung begünstigen würden. Sie hat dafür eine breite Palette kreativer, experimenteller und provozierender Methoden und Übungen entwickelt, um durch z.T. überraschende Effekte die Bewußtheit der Klient(inn)en für ihr eigenes Erleben und Verhalten zu vertiefen.      nach oben...

 

Integrative Therapie

ist eine europäische Weiterentwicklung der Gestalttherapie (in Verbindung mit Psychodrama, Leibtherapie und anderen methodischen Zugängen) zu einem tiefenpsychologischen Verfahren, das auf einem (von Existentialismus und Hermeneutik beeinflussten) differenzierten und ganzheitlichen Verstehen des menschlichen Selbst, seiner Leiblichkeit und seines Bewußtseins in der Lebensgeschichte und im Kontext seiner Welt beruht. Methodisch vielfältig und anpassungsfähig im Einzelfall wirkt Integrative Therapie in einer therapeutischen Partnerschaft auf Zeit darauf hin, daß Klient(inn)en und Patient(inn)en in ihrer jeweiligen Lebenssituation an Handlungskompetenz, innerer Freiheit und Beziehungsfähigkeit gewinnen.      nach oben...

 

Paartherapie und Paarberatung

60 bezeichnet nach meinem Verständnis die kurz- oder längerfristige Begleitung von Paaren durch Krisen, die sie in der Weiterentwicklung ihrer Beziehung überfordern. Wahrscheinlich wird jede länger dauernde Beziehung durch Krisen herausgefordert, und die Partner müssen dann neben ihren berechtigten Eigeninteressen auch in besonderer Weise die Verantwortung für die schwierige Beziehungssituation übernehmen. Verlieren sie in dieser Situation die Fähigkeit, sich bestätigend aufeinander zu beziehen (die Fähigkeit nämlich, aus der sich die Beziehung in guten Zeiten gespeist hatte), können sich chronische Beziehungsschwierigkeiten ergeben: unlösbarer Dauerstreit, sexuelle Probleme, Auflösung von Regeln, Austrocknung von gemeinsamen Interessen oder Rhythmen, konkurrierende Außenbeziehungen usw. Dadurch kann es für die Partner sehr schwer werden, gemeinsame Lösungen für ihre Probleme zu finden oder die Beziehung beiderseitig zu beenden. In dieser Situation können Gespräche mit einem Dritten, der die Beziehungsperspektive wieder vertreten und entsprechend hilfreiche Hinweise geben kann, dem Paar helfen, ihr Zusammenspiel zu erneuern oder zu vertiefen.

Wenn eine Paartherapie oder -beratung gelingen soll, setzt das voraus, daß beide Partner miteinander vereinbaren, die Geschichte ihrer Beziehung und ihre Interaktion gerade in den schwierigen Dimensionen im therapeutischen Gespräch mit dem Dritten darzustellen und gemeinsam zu überprüfen.

 Paartherapien in dem oben beschriebenen Sinn sind keine Kassenleistung.      nach oben...

 

Supervision

30 ist eine Methode der Beratung von Einzelnen, Teams und Institutionen mit Blick auf die beruflichen und fachlichen Aufgabenstellungen, auf die strukturellen Regeln und die kommunikativen Bedingungen ihrer Zusammenarbeit mit Anderen sowie auf deren Zusammenspiel mit den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Einzelnen. Supervision ist als Verfahren im beraterischen und psychotherapeutischen Feld entwickelt worden und meint dort vor allem die gemeinsame Beratung der komplexen Zusammenhänge oder schwieriger Sequenzen von Therapie- oder Beratungsfällen, die in den Sitzungen vorgetragen werden. So kann das Beziehungsgeschehen in seinen Hintergründen und Widerständen (Fachbegriff: Übertragung und Gegenübertragung) erhellt werden. Supervision schafft einen zeitlichen und atmosphärischen Freiraum, in dem es durch die geschulte Unterstützung des/der Supervisors/in möglich wird, sich - relativ unabhängig vom konkreten Handlungsdruck - auf einer übergeordneten Reflexionsebene über Bedingungen, Ziele, Werte, Erleben und Wünsche für die Situationen zu verständigen, in denen die Teilnehmer beruflich tätig sind.      nach oben...

 

Zum Stichwort Spiritualität

31 In einer seelisch krisenhaften Entwicklung stehen Menschen oft vor existentiellen (oder in einem religiösen Bezugssystem gesprochen: spirituellen) Fragen, die im Alltag gewöhnlich eher im Hintergrund verborgen bleiben, wie z.B.: Wer bin ich? Was soll ich (sollen wir) eigentlich tun? Gibt es Sinn? Was hilft wirklich weiter? Auf Fragen wie diese können Menschen wahrscheinlich nie endgültige oder allgemeine Antworten wissen. Wer den Fragen dennoch nicht ausweicht, sondern mit seinem Leben in der jeweils konkreten Situation immer neu vorläufig und sozusagen auf Probe zu antworten versucht, kann gerade daran in die Höhe und in die Tiefe wachsen und reifen. Das eigene Leben zu führen, wird dann wie ein Wagnis, das Schritt für Schritt Aufmerksamkeit verlangt. Religiöse oder weltanschauliche Traditionen und Gemeinschaften können, recht verstanden, diesen Prozeß unterstützen, wenn sie den Menschen helfen, ihren Ort und ihre Aufgabe in ihrer Welt in eigener Zuständigkeit für sich zu erforschen und so ihr Leben zu wagen und zu führen. Dies kann freilich leicht zu Indoktrination, Entmündigung und Fremdbestimmung entgleisen, wenn die verletzliche Autonomie der Fragenden nicht gewahrt bleibt. Gerade in aufgebrochenen Lebenskrisen, in denen die bisherige Orientierung verschwimmt und sich möglicherweise weiten muss, brauchen Menschen Unterstützung, um wieder ihre eigenen Lebensantworten zu versuchen, die zu geben ihnen niemand abnehmen kann. Deshalb ist es mir besonders wichtig, auch den existentiellen und spirituellen Hinter- und Untergründen Offenheit und Aufmerksamkeit entgegenzubringen, die sich in den Knotenpunkten der Lebenswege meiner Klient(inn)en und Patient(inn)en offenbaren können. Ich tue dies in loyaler, aber auch kritischer Auseinandersetzung mit den christlichen Traditionen, die meine religiösen Überzeugungen und Haltungen geprägt haben und tragen. Auch wenn dies nur sehr selten direkt und vordergründig in einer Therapiestunde zum Thema wird (es sei denn, dass die Gesprächspartner es zum Thema machen), stellt die spirituelle Dimension einen sehr wichtigen Hintergrund für meine therapeutische Arbeit dar.      nach oben...